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IT-Sicherheit

Phishing erkennen: 7 Warnsignale, die jedes Team kennen sollte

Die meisten Angriffe auf Unternehmen beginnen mit einer E-Mail. Mit diesen sieben Warnsignalen erkennen Mitarbeitende Phishing, bevor Schaden entsteht.

Von Dustin Breitenbach29. Oktober 20262 Min. Lesezeit
Phishing erkennen: 7 Warnsignale, die jedes Team kennen sollte
Phishing ist nach wie vor einer der häufigsten Einstiegspunkte für Cyberangriffe auf kleine und mittlere Unternehmen. Eine einzige geöffnete Anlage oder ein eingegebenes Passwort kann genügen, um Angreifern Zugang zu Postfächern, Daten oder dem gesamten Netzwerk zu verschaffen. Technik hilft, doch die letzte Verteidigungslinie ist oft der Mensch vor dem Bildschirm.

Die sieben wichtigsten Warnsignale

  1. Unerwarteter Zeitdruck: Formulierungen wie „sofort“, „letzte Mahnung“ oder „Konto wird gesperrt“ sollen überlegtes Handeln verhindern.
  2. Abweichende Absenderadresse: Der angezeigte Name wirkt vertraut, die tatsächliche Adresse enthält jedoch Tippfehler oder eine fremde Domain.
  3. Ungewöhnliche Anrede: Allgemeine Floskeln statt des eigenen Namens sind ein Hinweis auf Massenmails.
  4. Verdächtige Links: Wer mit der Maus über einen Link fährt, ohne zu klicken, sieht das echte Ziel. Passt es nicht zum Absender, ist Vorsicht geboten.
  5. Unerwartete Anhänge: Rechnungen, Lieferscheine oder Bewerbungen als ZIP- oder Office-Datei mit Makros sind ein Klassiker.
  6. Bitte um Zugangsdaten: Seriöse Dienstleister fragen Passwörter oder TANs niemals per E-Mail ab.
  7. Zahlungsänderungen: Neue Bankverbindungen eines bekannten Lieferanten sollten immer telefonisch über eine bekannte Nummer bestätigt werden.

Was im Verdachtsfall zu tun ist

Verdächtige Nachrichten sollten nicht weitergeleitet, sondern an die zuständige IT gemeldet und anschließend gelöscht werden. Wurde bereits geklickt oder ein Passwort eingegeben, zählt jede Minute: Passwort ändern, IT informieren und betroffene Konten prüfen lassen. Eine offene Fehlerkultur ist dabei entscheidend, denn wer Angst vor Konsequenzen hat, meldet Vorfälle zu spät.

Schulung statt Schuldzuweisung

Regelmäßige, kurze Sensibilisierungen wirken nachhaltiger als eine jährliche Pflichtschulung. Simulierte Phishing-Kampagnen zeigen realistisch, wo ein Team steht, und machen Fortschritte messbar. Ergänzend senken technische Maßnahmen wie Spamfilter, Mehr-Faktor-Authentifizierung und gesperrte Makros das Risiko deutlich. Zusammen entsteht ein Schutz, der auch dann greift, wenn eine gut gemachte Fälschung einmal durchrutscht.